Aktuelles 2008


Jahrbuch hält den Altkreis fest zusammen
Der “Heimatkalender” für das Jahr 2009 bietet wieder eine spannende Vielfalt an Themen.
Abschied für Redakteurin Helga Giesen.

Nordeifel. Eine der letzten tragenden Säulen des alten Kreises Monschau ist das Jahrbuch des Monschauer Landes. Vielen Menschen unter dem Begriff “Heimatkalender” seit Jahrzehnten ein vertrautes Stück regionaler Geschichte und Identität, ist die Herausgabe des Jahrbuches auch stets mit ein wenig Wehmut über den Verlust der einst überschaubaren kommunalen Grenzen verbunden.
Das war auch bei der Präsentation des 37. Jahrbuches seit der kommunalem Neugliederung nicht anders. Der Geschichtsverein Monschauer Land als Herausgeber des Jahrbuchs freute sich, im vertrauten Kreis das jüngste Werk präsentieren zu können. Das Jahrbuch 2009 ist einmal mehr im Weiss-Verlag erschienen und bietet auf 252 Seiten, darunter 60 Seiten Inserate, eine Vielzahl an Themen mit fundiertem lokalhistorischen Hintergrund.

Wieder ein ”Bestseller”
Verlagsleiter Alexander Lenders hoffte bei der Präsentation im Hause Weiss, dass auch in der künftigen Städteregion als Rechtsnachfolger des Kreises Aachen das Jahrbuch des Monschauer Landes einen festen Platz in der Finanzierung haben möge, denn als eigener Lebensraum dürfe das Monschauer Land nicht sein Gesicht verlieren.

Attraktive Mischung
Der ”Heimatkalender” schreibe seit vielen Jahren eine Erfolgsgeschichte und dürfte in der Eifel zu Recht als Bestseller bezeichnet werden. Dass stets eine attraktive Mischung an Themen geboten worden sei, habe man auch der Redakteurin Helga Giesen (Roetgen) zu verdanken, der ein besonderer Dank nach 12-jähriger Tätigkeit zukam. In Gabriele Harzheim und Stefan Wunsch wurden zwei Nachfolger gefunden, wobei Gabriele Harzheim ihrer Vorgängerin bestätigte “phantastische Arbeit” geleistet zu haben. Helga Giesen selbst verwies in aller Bescheidenheit darauf, dass sie stets nur ”letzte Hand” an das Jahrbuch gelegt habe. Die Zusammenarbeit mit den Autoren habe i

Heimatkalender 2008

Die Herausgabe des Jahrbuchs 2009 des Monschauer Landes
bot diesmal auch Gelegenheit, der langjährigen Redakteurin Helga Giesen (vorne, re.) für ihre 12-jährige Arbeit zu danken. Als Nachfolgerin neu im Team ist jetzt Gabriele Harzheim.
 Foto: P. Stollenwerk

hre große Freude bereitet.
Dem Titelbild des Jahrbuches kommt erneut eine besondere Bedeutung zu. Es zeigt eine Partie des Kalterherberger Messeweges aus dem Jahr 1913. Der aus dem Moselgebiet stammende Maler Heinrich Gesemann, dessen Beziehung zu Monschau trotz intensiver Recherchen von Autor Hans-Gerd Lauscher nicht geklärt werden konnte, hat mit seiner schwermütig wirkenden Radierung aber ein aufschlussreiches Zeitdokument hinterlassen, denn der vor einem strohgedeckten Bauernhaus abgebildete Ziehbrunnen war den Heimatforschern bislang in Kalterherberg unbekannt.
Monschaus Bürgermeister Theo Steinröx fand im Jahrbuch 2009 besonders unter dem Aspekt der Wirtschaftshistorie die Abhandlung über die Elektrifizierung des Monschauer Landes von hohem Interesse. Ausführliche Aufsätze über die Polizeistation Simmerath und die Bürgermeister der Gemeinde Roetgen sind für Steinröx Spiegelbilder spannender Lokalgeschichte. Mit dem Erscheinen des Jahrbuches werde auch immer wieder deutlich, “dass kleine Einheiten einfach näher am Bürger sind”.
Für Autor Dr. Bernd Läufer vom Geschichtsverein ist das Jahrbuch auch nach wie vor ein wichtiges Bindeglied in Monschauer Land als räumliche Einheit zwischen Vossenack und Zweifall.
Dies wird auch unterstrichen durch weitere Themen im Jahrbuch, wie die Höfener Tuchfabrikation um 1800 (Dr. Toni Offermann), die Schlacht an der Schnaps-Front (Bernd Läufer), 125 Jahre Rotes Kreuz in Monschau (Leo Jansen) oder der Neubau der Volksschule Simmerath (Willi Wilden).(P. St.)

 


Sammler jagen alte Schätzchen

Tausch- und Kauftag des Geschichtsvereins und der Stadtbücherei Monschau für Heimatliteratur trifft wieder auf breites Interesse. Neuauflage von “Montjoie ­ Monschau” und Reichenstein-Band begehrt.
Monschau. Einen festen Platz im Terminkalender aller heimatgeschichtlich Interessierten in der Region hat der Tausch- und Kauftag für Heimatliteratur, zu dem der Geschichtsverein des Monschauer Landes in jedem Jahr einlädt.

Suchen und stöbern
Dort haben Sammler von Büchern, Bildern, Postkarten und ähnlichem, Gelegenheit, Überzähliges aus ihren Beständen anzubieten und andererseits ihre eigenen Sammlungen zu komplettieren, sei es durch Kauf oder Tausch. Mit etwas Glück können bei privaten Anbietern Objekte gefunden werden, die im Handel nicht mehr erhältlich sind.
Schon gleich nach der Öffnung herrschte reger Betrieb an den zahlreichen Ständen im Sitzungssaal des Monschauer Rathauses. Dabei wurde nicht nur in alten Schätzchen gestöbert, sondern Vereins- bibliothekar Bernhard Stein konnte sich auch über einen guten Absatz der letzten vom Geschichtsverein herausgegebenen Publikationen freuen. Dazu gehören als achter Band der Reihe ”Beiträge zur Geschichte des Monschauer Landes” die Neuauflage des Buches ”Montjoie ­ Monschau. Von Häusern und Menschen” sowie der neunte Band ”Der Gutshof Reichenstein - Leben und Wirtschaften in der Mitte des 19. Jahrhunderts” von Hans Gerd Lauscher.

Neues für die Bücherei

tauschtag2008

Vereinsbibliothekar Bernhard Stein und Trixi Reichardt,
Leiterin der Stadtbücherei, freuen sich über den guten Besuch beim Tausch- und Kauftag des Geschichtsvereins des Monschauer Landes. Foto: Helga Giesen


Diese und andere Bücher wie das gerade erschienene ”Jahrbuch des Monschauer Landes 2009” sind auch weiterhin beim Geschichtsverein Monschauer Land erhältlich und zwar dienstags ab 18.30 Uhr in der Bücherei in der Laufenstraße 22 in Monschau.
Seit einigen Jahren findet der Kauf- und Tauschtag in Zusammenarbeit mit der Stadtbücherei Monschau statt. Auch Bibliothekarin Trixi Reichardt bietet aus ihrem Bestand Doubletten oder nicht benötigte Bücher aus Nachlässen zum Kauf an, um den Etat der Bücherei für Neuanschaffungen aufzustocken.
Mit einer kleinen Cafeteria lud die Bibliothekarin zudem am Samstag zum Verweilen in gemütlicher Atmosphäre ein, denn nicht zuletzt nutzen die Heimatfreunde diese Veranstaltung auch gerne zu einem angeregten Erfahrungsaustausch. (heg)

 

 

Lüttich2008

Der diesjährige Ausflug des Geschichtsvereins führte die Mitglieder am 6. September nach Lüttich und Verviers, In der Kirche St. Bartholomäus erklärt der Fremdenführer (www.vdf.eu.com) das weltberühmte Taufbecken des Rainer von Huy.

 


Jahreshauptversammlung am 16.08.08 im Nationalparktor Höfen

Geschichtsverein: Platz benennen nach Vincent Weber
Höfen. So viele Mitglieder wie selten zuvor konnte der Vorsitzende Dr. Elmar Neuß zur Jahreshauptversammlung des Geschichtsvereins des Monschauer Landes im Nationalparktor in Höfen begrüßen. Auf der Tagesordnung standen unter anderem die alle vier Jahre fälligen Neuwahlen des Vorstandes.
In seinem Jahresbericht verwies der Vorsitzende darauf, dass alle Aktivitäten des Vereins ausführlich sowohl im „Jahrbuch Monschauer Land“ als auch auf der Homepage veröffentlicht werden und beschränkte sich deshalb auf einige Schwerpunkte wie die erfolgreiche Tuchmacherausstellung im Aukloster, die über 3000 Besucher angezogen hatte, und neue Veröffentlichungen in der Schriftenreihe des Vereins „Beiträge zur Geschichte des Monschauer Landes“, die inzwischen auf neun Bände angewachsen ist. Zuletzt erschien „Der Gutshof Reichenstein – Arbeiten und Wirtschaften in der Mitte des 19. Jahrhunderts“ von Hans Gerd Lauscher.
Dr. Neuß machte auch darauf aufmerksam, dass im Kunst- und Kulturzentrum KuK in Monschau zurzeit eine sehr sehenswerte Ausstellung über Vincent Weber stattfindet. Der Geschichtsverein hat dem in Monschau geborenen Künstler bereits im Jahrbuch 2006 das Titelbild und zwei Beiträge über Leben und Werk gewidmet. Die Anregung des Vorsitzenden, Vincent Weber mit der Benennung eines Platzes in Monschau zu ehren, wurde von der Versammlung einstimmig unterstützt. Ein Antrag an die Stadtverwaltung soll jetzt gestellt werden.
Dem Kassenbericht von Schatzmeisterin Johanna Jansen war zu entnehmen, dass der Verein finanziell auf gesunden Füßen steht, die Kassenprüfer Franz Mertens und Karin Lennartz-Rader hatten an ihrer Arbeit nichts auszusetzen, so dass sie und der gesamte Vorstand einstimmig entlastet wurden.
Von dem Vorstand, der vor 24 Jahren das Team um den langjährigen Vorsitzenden Jans Steinröx abgelöst hat, sei er als einziger „übriggeblieben“, stellte Dr. Elmar Neuß fest. Er wird demnächst das silberne Jubiläum feiern können, denn unter dem Versammlungsvorsitz von Ehrenmitglied Kurt Mertens wurde er für eine weitere Amtszeit von vier Jahren gewählt. Ebenfalls wiedergewählt wurden Dr. Bernd Läufer als zweiter Vorsitzender und Franz Wilhelm Hermanns als Geschäftsführer. Auch Bücherei und Archiv bleiben in den bewährten Händen von Bernhard Stein. Nach achtjähriger Tätigkeit legte Johanna Jansen ihr Amt als Schatzmeisterin nieder, ihre Arbeit wird Josef Stiel fortführen. Als Kassenprüfer wurden Franz Mertens und Karin Lennartz-Rader bestätigt.
Als Beisitzer bleiben Gabriele Harzheim und Dr. Herbert Arens im Vorstand vertreten. Neu in das Gremium wurden Maria Schröder, Hans Gerd Lauscher und Friedhelm Schartmann gewählt. vorstand2008Th
Eine Veränderung gibt es demnächst auch bei der Herausgabe des „Jahrbuch Monschauer Land“. In diesem Jahr zeichnet zum zwölften und letzten Mal Helga Giesen für die Redaktion verantwortlich. Mit Gabriele Harzheim und Stefan Wunsch wird sich künftig eine „Doppelspitze“ um die Jahrespublikation des Geschichtsvereins kümmern, die in dieser Form seit der kommunalen Neugliederung 1972 erscheint. Von 1972 bis 1997 trug das Jahrbuch die Handschrift des langjährigen zweiten Vorsitzenden und heutigen Ehrenmitglieds Pejo Weiß.
Helga Giesen bedankte sich für die langjährige und treue Unterstützung bei den Mitgliedern des Redaktionsausschusses und vor allem beiden zahlreichen Autorinnen und Autoren, ohne deren Mitarbeit es nicht möglich wäre, ein Jahrbuch mit so großer Themenvielfalt zu veröffentlichen.
Mit einer von Bernhard Stein zusammengestellten Präsentation zahlreicher Fotos von Höfener Häusern aus der Vorkriegszeit klang die Mitgliederversammlung aus. Die Zuschauer konnten feststellen, dass so manches Schätzchen die Zeiten fast unverändert überdauert hat, sehr vieles aber verloren gegangen ist und nur noch in der Erinnerung lebt. Dank einer regen Mitarbeit aus der Versammlung konnte Bernhard Stein seinen Informationen zu den Bildern noch so manche bisher unbekannte Einzelheit hinzufügen. (heg)

 

 

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