Aktuelles 2011

11. Nov. 2011
Eifeler Nachrichten / Lokales /

Als Halbjude die Kindheit in Höfen verbracht

Höfen. Auch in unserer näheren Umgebung waren im Dritten Reich Juden Anfeindungen ausgesetzt. Sie erfuhren jedoch auch Hilfe. Eindringlich davon zu berichten wusste am Freitagabend Helmut Clahsen, Jahrgang 1931, gebürtiger Aachener, der als Kind in den Jahren vor dem 2. Weltkrieg als Halbjude im St. Josefsheim in Höfen versteckt und von den dortigen Schwestern liebevoll umsorgt wurde. Clahsen entging dem schlimmen Schicksal, das Millionen Juden erleiden mussten, denn in Höfen befand er sich in sicheren Händen.
Der Geschichtsverein des Monschauer Landes und der Heimat- und Eifelverein Höfen hatten daher Helmut Clahsen zu einer Lesung aus seinem Buch „Mama, was ist ein Judenbalg?“ ins Nationalparktor eingeladen und konnten eine große Zuhörerschaft begrüßen.
Unterhaltsam und eindringlich wusste der Autor von erniedrigenden Situationen in seiner Heimatstadt zu berichten, wie z.B. von einer entwürdigenden körperlichen Untersuchung durch die Staatsmacht.
Demgegenüber standen aber auch schöne Kindheitserlebnisse auf dem Lande in der Obhut der Schwestern im Josefsheim. In Höfen wurde Helmut Clahsen in der damaligen Zeit vorbehaltlos aufgenommen, hier ging er in die Schule und verbrachte eine unbeschwerte Zeit.
Auch ehemalige Oberin zu Gast
Besondere Freude bereitete ihm, dass sich auch Schwester Alfonsa zu der Lesung eingefunden hatte, die letzte Oberin des im St. Josefsheim tätigen Ordens, um seinen Erzählungen zu folgen.

Helmut Clahsen gelang es, mit seinem sehr persönlich gehaltenen und lebendigen Vortrag zu fesseln. Beeindruckt von der Mitmenschlichkeit, die ihm in Höfen zuteil wurde wie auch von seiner ungebrochenen Lebensfreude nahmen die Besucher der Veranstaltung wohl bleibende Erinnerungen mit.

 

Manches Schätzchen findet Liebhaber

Wieder Tausch- und Kauftag des Geschichtsvereins Monschauer Land.

Monschau. Zu einer festen Institution hat sich im Laufe von rund 20 Jahren der Tausch- und Kauftag des Geschichtsvereins des Monschauer Landes entwickelt. Auf diesen Nachmittag freuen sich immer viele heimatkundlich interessierte Sammler aus der Region, denn dann können sie in einem großen Angebot von heimatgeschichtlichen Büchern, Fotos, Ansichtskarten und anderen Sammelobjekten stöbern, um einerseits ihre Bestände zu vervollständigen und andererseits eigene Stücke zum Kauf oder Tausch anzubieten.

Auch diesmal hatten sich schon gleich nach der Öffnung wieder zahlreiche Interessenten im Sitzungssaal des Monschauer Rathauses eingefunden. So manches Schätzchen wechselte den Besitzer, aber auch zu einem Forum für regen Gedankenaustausch hat sich die Börse inzwischen entwickelt.
Seit einigen Jahren findet der Kauf- und Tauschtag in Zusammenarbeit mit der Stadtbücherei statt,

Tauschtag2011

Den Kauf- und Tauschtag nutzte auch Dr. Elmar Neuß (rechts) zum angeregten Fachsimpeln mit den Besuchern. Foto: Helga Giesen

die diese Gelegenheit nutzt, um u. a. Doubletten aus ihrem Bestand anzubieten. Es kommt immer mal wieder vor, dass der Bücherei interessante Nachlässe geschenkt werden. Damit können zum einen die eigenen Bestände komplettiert, zum anderen das, was nicht selbst gebraucht wird, verkauft werden.

So konnte Elfriede Hufschmidt auch diesmal wieder interessante Literatur vorstellen. Der Erlös wird dann in Neuanschaffungen investiert.

 

Zahlreiche Veröffentlichungen wie das in wenigen Tagen erscheinende „Jahrbuch Monschauer Land 2012“ sind auch beim Geschichtsverein erhältlich und zwar dienstags ab 18.30 Uhr in der Bibliothek in Monschau, Holzmarkt 5, oder im „Büchermarkt“ auf der Homepage www.gv-mon.de. (heg)

 

Vortrag im Seminarraum des Nationalparktors Höfen - Bistro “Alte Molkerei” Höfen, Hauptstr. 72

Am Freitag, den 04. November 2011 - 19:00 Uhr hält der Halbjude Helmut Clahsen im Seminarraum der Alten Molkerei einen Vortrag.
Er spricht über seine Kindheit, die er zum Teil in Höfen verbracht hat.

Inhalt seines Buches “Mama, was ist ein Judenbalg?:”
Wie war es als halbjüdisches Kind, im Alter zwischen vier und vierzehn, in Aachen?
Helmut Clahsen erzählt aus seiner Kindheit und über seine Familie: Den Vater, ein Katholik mit NS-treuen Schwestern, die versuchen, der Familie ihres Bruders das Leben schwer zu machen. Die Mutter, eine jüdische Konzertpianistin, die leider nur kurz mit ihrer Familie zusammensein kann. Über den verwöhnten und schwierigen Bruder, der lange nicht den Ernst der Lage erkennt. Tante Mary, die jeder Gefahr trotzte und lebensrettende Hilfen gegeben und organisiert hat. Und die couragierte und weise Großmutter, die ihrenClahsen1 Lieblingsenkel immer wieder ermahnt, durchzuhalten und sein Erlebtes für die Nachwelt aufzuschreiben. Was er hier auch getan hat!
Die Nennung von Straßen und Orten in und um Aachen, in denen Torturen stattgefunden haben, führen dazu, dass die Judenverfolgung nicht mehr weit weg ist - sie bekommt in diesen Lebenserinnerungen ein Gesicht. Der Leser erfährt, was es heißt, sich verstecken zu müssen und eigentlich nicht da sein zu dürfen.
Aber er erlebt auch Menschen in und um Aachen (Höfen), die halfen, ohne große Worte, die ermöglichten, dass Helmut Clahsen überlebt hat und seine Erlebnisse in diesem Buch mitteilen kann
.

Dr. Bernd Jansen hat den Kontakt hergestellt und er wird auch in den nächsten Tagen entsprechende Mitteilung mit Einladung an die örtliche Presse geben.
Veranstalter dieses Vortrages ist der Eifel- und Heimatverein Höfen gemeinsam mit dem Geschichtsverein des Monschauer Landes.

 

Mo, 7. Nov. 2011
Eifeler Nachrichten / Lokales / Seite 10

Mit Ästhetik absurde Welt berwunden

Platz neben dem Aukloster in Monschau trägt jetzt den Namen des Malers Vincent Weber, der in der Eifel wenig bekannt war

Monschau. „Er hätte sich darüber gefreut“, war sich Brunhilde Esser, Nichte des 1990 verstorbenen Malers Vincent Weber, sicher, dessen Name jetzt der kleine Platz vor dem Seiteneingang des Auklosters zur Erinnerung und Huldigung an den damals umstrittenen Maler trägt. Die offizielle Benennung des Platzes gegenüber dem Geburtshaus Vincent Webers, fand am vergangenen Samstag im Rahmen einer feierlichen Stunde und im Beisein aus knapp zwanzig Personen und vielen Monschauer Anwohnern und Zaungästen statt. Nach einer musikalischen Ouvertüre mit „Ehre sei Gott“, von Clemens Siemers, gespielt von einer achtköpfigen Bläsertruppe der Musikvereinigung Montjoie, begrüßte der Ortsvorsteher von Monschau, Georg Kaulen, die Gäste, Familienmitglieder und Verwandte Webers und Mitglieder des Geschichtsvereins, des Stadtrates sowie viele dem Maler verbundene Menschen.

„Mangel an Präsenz“

In seiner Laudatio würdigte Dr. Elmar Neuß, ehemaliger Akademischer Oberrat der Universität Münster und Vorsitzender des Geschichtsvereins des Monschauer Landes, das vielfältige Werk des Künstlers, der in Monschau einst so wenig bekannt gewesen war, was an seinem „Mangel der Präsenz“, so Neuß, als auch „an seinem Charakter“ gelegen haben mag. Er sei nicht ein Mensch gewesen, der in der ersten Reihe habe stehen wollen, sondern widmete sich ausschließlich seinem Werk, welches lange Zeit in Deutschland als entartet gegolten habe und ihn zu einer langen Auszeit im Ausland zwang, wo er auch seine wichtigsten Ausstellungen hatte.
Vincent Weber wurde im Jahre 1902 als Sohn des Besitzers eines Haushalts- und Eisenwarengeschäftes in Monschau geboren, eben genau in dem großen Fachwerkhaus gegenüber dem kleinen Platz, wo nun ein neues Straßenschild, auf die Initiation Werner Krämers und mit einstimmigen Votum des Stadtrates von Monschau genehmigt, aufgestellt und nun in einer „ehrenhaften und feierlichen Veranstaltung“, so auch Alterspräsidentin des Stadtrates, Marga Hartleb, und musikalisch begleitet mit der „Festmusik“ von Purcell enthüllt wurde.

Nach dem Schulbesuch in Monschau und Aachen prägte die Begegnung mit Adolf Hölzel und seinen Studenten bei einem Studienaufenthalt in Monschau sein Leben nachhaltig. Im Jahre 1915 bis 1917 nahm er Zeichenunterricht bei August von Brandis in Aachen, bevor er in den kommenden Jahren Unterricht bei Adolf Hölzel in Stuttgart nahm, dessen Meisterschüler und Assistent er später wurde. Vier Jahre Studium am Staatlichen Bauhaus in Weimar folgten. Seine Lehrer waren nicht geringere als Johannes Itten, Paul Klee, Oskar Schlemmer, Wassily Kandinsky und viele andere und er schloss Freundschaft mit Lyonel Feininger und Werner Gilles.

Ausstellungsverbot der Nazis

Erste Studienaufenthalte führten ihn ins Ausland, nach Rom. Wanderjahre als freier Künstler folgten. Er lebte in Paris, Düsseldorf und Antwerpen, reiste nach Südfrankreich, nach Indien, China und Japan. Alles Stationen, die seine vielfältige Kunst, von der Zeichnung und freien Malerei über Lithographie und Holzschnitt bis zur Collage prägten. Schließlich wurde er Leiter der Fachabteilung für Malerei und Grafik an der Werkkunstschule für gestaltende Arbeit in Stettin bis eine Werkausstellung 1937 im Wallraf-Richartz-Museum Köln als entartet geschlossen wurde. Weber erhielt Ausstellungsverbot.

Die Wirren des Krieges führten ihn schließlich wieder nach Rom, wo er 1945 Leiter der Abteilung für Christliche Kunst an der Akademie San Paolo wurde. Im Jahre 1952 kehrte er nach Deutschland zurück und wurde erst Leiter, schließlich Direktor der Werkkunstschule in Wiesbaden. Ab 1965 arbeitete er wieder als freischaffender Künstler und abermals zog es ihn in die Ferne, nach Argentinien, nach Brasilien, in die Sahara und abermals nach Südamerika. Vincent Weber starb 1990 in Frankfurt.

An seinem arbeitsamen Leben, das sich fast ausschließlich der Malerei widmete und an den vielen Studienreisen und Auslandsaufenthalten erklärt sich das umfangreiche Werk, das sich sowohl der Abstraktion als auch der Figuration widmet, stark vom Bauhaus geprägt. Er habe in seinem Werk den Versuch unternommen, mit einer Farbtheologie, die das „Positive, Hoffnungsvolle zum Prinzip erhebt“, so Dietrich Groos zu Webers Werk, die Schöpfung des Lichtes durch Verwandlung und Durchdringung mit Heiterkeit und Melancholie zu bewahren und mit seiner Ästhetik eine absurde Welt zu überwinden versucht.

“Er hat immer auf die Qualität seiner Arbeiten vertraut”, so Neuß und schloss sich dem Wunsch des Stadtrates an, eine Liste der wichtigen Personen zu erstellen, die in Monschau ebenfalls recht unbekannt geblieben seien und diese auf der Homepage der Stadt Mon

schau zu würdigen. So wenig der Maler sich auch in Monschau im Laufe seines Lebens aufhielt, „er kam doch immer wieder zu Besuch und war auch auf meiner Hochzeit”, erzählte Marlene Weber, „ein Mensch mit einem speziellen Humor, spritzig aber nie aufdringlich”. (V.M)

 

Jahresausfahrt nach Ahrweiler
 

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Stadtführung

Stadtführung 2. Gruppe

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ein Stadttor

Führung im Regierungsbunker

 

An unserer Jahresausfahrt nach Ahrweiler nahmen 40 Mitglieder teil. Bei angenehmen sommerlichen Temperaturen wurde der Stadtrundgang und die Besichtigung des ehemaligen Regierungsbunkers zu einem besonderen Erlebnis.

 

Jahresausfahrt am Samstag, den 24. September 2011
an die Ahr, nach Bad Neuenahr und Ahrweiler.

Mit dem Busunternehmen Murk-Reisen aus Reifferscheid können wir auch in diesem Jahr wieder einen schönen und gepflegten Bus erwarten. Es ergeben sich folgende
Zusteigemöglichkeiten:
Höfen:  8.15 Uhr Bushaltestelle Post
Monschau: 8.30 Uhr Wendeschleife Seidenfabrik
Imgenbroich: 8.40 Uhr Bushaltestelle Kaisersaal
Konzen: 8.45 Uhr Bushaltestelle Ampel
Simmerath: 8.55 Uhr Bushof
Lammersdorf: 9.05 Uhr Bushaltestelle an der Kirche, Poleck
Roetgen: 9.15 Uhr Bushaltestelle Norma/Schlecker, Bundesstraße
Geplant ist, dass wir gegen 18.30 Uhr wieder in Simmerath ankommen und dann mit entsprechender Verzögerung die Zusteigeorte erreichen.
Die Kosten für Bus und Führungen betragen 15.00 EUR und werden im Bus entgegengenommen. Gäste sind willkommen!

Da wir mit einem großen Interesse an dieser Ausfahrt rechnen, wird um baldige Anmeldung gebeten. Zur besseren Planung bitten wir auch die bereits im Vorfeld angemeldeten Teilnehmer um nochmalige verbindliche Benachrichtigung.

Am Ahrtor in Ahrweiler erwarten uns um 11.00 Uhr zwei Stadtführer die uns durch die historische Altstadt führen.
Ein Besuch des Ursulinenklosters auf dem Calvarienberg ist leider wegen seiner Entfernung vom Stadtzentrum, in der uns verfügbaren Zeit nicht möglich.
Bekanntlich haben im Jahre 1838 die Ursulinen Monschau verlassen und sind samt Schülerinnen und Pensionat nach Ahrweiler in das damals leer stehende Kloster auf dem Calvarienberg gezogen. Im Jahrbuch 1983 wird hierzu ausführlich berichtet.

Nach 1 ½ Stunden Stadtführung haben wir bis 14.00 Uhr Gelegenheit zur Einkehr in einem der vielen Gaststätten der Altstadt.
Mit dem Bus fahren wir anschließend zu dem außerhalb von Ahrweiler gelegenen ehemaligen Regierungsbunker. Der Busparkplatz befindet sich allerdings ca. 800 m vor dem Eingang, so dass wir ab hier zu Fuß gehen müssen (ca. 15 Minuten). Es besteht jedoch auch die Möglichkeit, mit einem Sammeltaxi bis unmittelbar an den Eingang zu gelangen.
Die ehemalige atombombensichere Anlage war über Jahrzehnte das am meisten geheimste Bauwerk in der Geschichte der Bundesrepublik. Es wurde 1997 zum Museum umgebaut und ist bis heute als Dokumentationszentrum erhalten.

Da die Temperatur im Bunker nur 12 Grad beträgt, wird eine angemessene Bekleidung empfohlen.
Bitte beachten!
Anmeldungen werden in diesem Jahr von Frau Maria Schröder, 52154 Simmerath-Kesternich, Rüstenstraße 46, entgegengenommen.

 

Pressebericht: Gesichert für die Ewigkeit

Der Geschichtsverein Monschauer Land hat die Lokalzeitungen aus dem letzten und vorletzten Jahrhundert digitalisiert.
Hauptversammlung.

Imgenbroich. Im Bürger Casino des Jubiläumsdorfes Imgenbroich hielt der Geschichtsverein des Monschauer Landes jetzt seine Jahreshauptversammlung ab. Mit Blick auf das nebenan stehende Festzelt begrüßte Vorsitzender Dr. Elmar Neuß die Mitglieder und lud sie sogleich zum Besuch des Festabends am Samstag, 4. Juni, ein. In einem Festvortrag werde er dann nicht nur auf die erste urkundliche Erwähnung Imgenbroichs und einiger anderer Orte vor 650 Jahren eingehen, sondern auch einiges zum wahren Alter, das in der Regel wesentlich höher ist, sagen.

Umzug zum Holzmarkt
Eine Beratung der Orte bei der Ausrichtung der Jubiläen habe im vergangenen Jahr zu den Tätigkeiten des Geschichtsvereins gehört, leitete der Vorsitzende zu seinem umfangreichen Jahresbericht über. Hauptereignis aber sei der Umzug von Bibliothek und Sammlungen des Geschichtsvereins aus der Laufenstraße in das Haus am Holzmarkt gewesen, wo jetzt auch das Monschauer Stadtarchiv untergebracht ist. Für die Bewältigung des Umzugs ging ein besonderer Dank an Geschäftsführer Franz Wilhelm Hermanns und Archivar Bernhard Stein sowie an Beisitzer Friedhelm Schartmann. Auch die Stadt Monschau und hier insbesondere der Bauhof haben große Hilfe geleistet.

Mit der Digitalisierung der früheren Lokalzeitungen „Stadt- und Landbote“ (1848 – 1936) und „Montjoier Volksblatt“ (1880 – 1941) konnte ein weiteres großes Projekt erfolgreich abgeschlossen werden. Zeitungspapier sei nicht sehr beständig, aber nun seien die rund 30000 Seiten „für die Ewigkeit“ gesichert, freute sich der Vorsitzende. In Kürze wird die Nutzung über das Internet möglich sein.

Das vom Landschaftsverband Rheinland eingerichtete Internetportal „Rheinische Geschichte“ (www.rheinische-geschichte.lvr.de) enthält einen umfangreichen Beitrag von Dr. Toni Offermann und Dr. Elmar Neuß zur Monschau-Imgenbroicher Tuchproduktion auf der Grundlage der Ausstellung des Geschichtsvereins von 2007 sowie von Dr. Offermann einen Beitrag zur Unternehmerdynastie Scheibler.

Vorstandsmitglied Gabriele Harzheim hat an Konzeption und Gestaltung des Webereimuseums in Höfen mitgewirkt, das im vergangenen Jahr eröffnet wurde. Am Samstag, 4. Juni, 15 Uhr, haben die Mitglieder des Geschichtsvereins Gelegenheit, das Museum zu besichtigen.

In der Schriftenreihe „Beiträge zur Geschichte des Monschauer Landes“ ist der 11. Band erschienen, in dem die Autoren Hans Gerd Lauscher und Dr. Toni Offermann anhand zweier, neu entdeckter Tuschezeichnungen aus dem Jahr 1765 Einblicke in die Stadtgeschichte Monschaus geben. Die detaillierten Panoramaansichten stammen aus der Feder des Artillerie-Hauptmanns Laub. Ein weiterer Band der Reihe über Schikanen der Nazibehörden gegen Priester im alten Dekanat Monschau wird noch dieses Jahr in Druck gehen. Im Anschluss an den offiziellen Teil der Versammlung gab Autor Dr. Herbert Arens eine Einführung in das Thema.Versammlung2011

Die Erhöhung des Beitrags im vergangenen Jahr sei angesichts der durch den Umzug bedingten Investitionen eine gute Entscheidung gewesen, merkte Schatzmeister Josef Stiel in seinem Kassenbericht an. So verfüge der Verein trotzdem noch über eine solide finanzielle Basis. Nach dem positiven Bericht der Kassenprüfer Franz Mertens und Kurt Mertens konnte die Entlastung des Vorstandes erfolgen. Im nächsten Jahr wird Franz Mertens die Kasse gemeinsam mit Ingbert Babst prüfen.

Nachdem die Bestände des Geschichtsvereins den Krieg auf dem Dachboden des Monschauer Gymnasiums überdauert hatten, konnten zunächst Räume im Haus Trois- dorff und Anfang der 1990er Jahre im ehemaligen Kreisgesundheitsamt in der Laufenstraße bezogen werden. Nun haben sie im Haus am Holzmarkt eine hoffentlich endgültige Bleibe gefunden. Auch das Archiv des ehemaligen Kreises Monschau bleibt hier in der Obhut des Geschichtsvereins, erklärte Vorsitzender Dr. Elmar Neuß. Eine neue, rollbare Regalanlage ermöglicht die übersichtliche Unterbringung aller Bestände. Die gewohnten Öffnungszeiten am Dienstag von 18.30 bis 21 Uhr sollen beibehalten werden, zu dieser Zeit sind Mitglieder des Geschichtsvereins unter 02472/ 8056746 zu erreichen. Ein Wermutstropfen ist der im Vergleich zur Laufenstraße deutlich kleinere Besucherraum, deshalb wird Interessenten, die vor Ort recherchieren möchten, eine Terminabsprache mit Geschäftsführer Franz Wilhelm Hermanns (02471/2158) oder Archivar Bernhard Stein (02472/7646) empfohlen. (heg) 

 

Umzug Bibliothek und Archiv

Wie bereits mehrfach angekündigt, zieht der Geschichtsverein mit seiner Bibliothek und Archiv von dem Haus Laufenstraße 22 in das so genannte ehemalige Amtshaus auf dem Holzmarkt um.
Da unverzüglich mit den Vorbereitungen begonnen werden muss, entfallen die bisherigen Öffnungszeiten am Dienstagabend. Der Umzug wird voraussichtlich drei bis vier Monate dauern.
 

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Die Umzugskartons, gefüllt mit Büchern, sind besonders schwer und werden vom LKW in das Haus Holzmarkt transportiert. Aufgrund der Geländebeschaffenheit können von der Gebäudeseite der Bergstraße, die relativ schweren Bücherkartons, unmittelbar vom Transportfahrzeug in das erste Obergeschoss getragen werden.
 

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Auch wenn der Umzug zum Monatsende März abgeschlossen ist, bedarf es noch einer  längeren Zeit, um nach  Einstellung aller Bücher und Archivalien, unsere Vereinsbibliothek für Besucher zu öffnen. Wir werden Sie, zur gegebenen Zeit informieren.
 

 


Die Jahreshauptversammlung findet am 28. Mai 2011 um 15:00 Uhr in Imgenbroich - Bürgercasino- Triererstr 240 statt.
Der nächste Band unserer Schriftenreihe “Beiträge zur Geschichte des Monschauer Landes” ist druckfertig. Der Autor Dr. Herbert Arens wird im Anschluss an den offiziellen Teil der Versammlung einen Vortrag zum Thema halten. Inhaltlich geht es um Schikane, insbesondere die sog. Schutzhaft der Nazibehörden gegen katholische Priester im alten Dekanat Monschau.
 

 


Am Samstag, den 04.06.11 ist ein Besuch des im vorigen Jahr eröffneten Webereimuseums in Höfen vorgesehen. Die bis in die 1970er Jahre betriebene Weberei, ist noch vollkommen erhalten. Hier werden den Besuchern, nach einem Einführungsvortrag von Dr. Bernd Jansen, an laufenden Maschinen und Webstühlen die Abläufe zur Tuchherstellung vorgeführt.
Treffen um 15:00 Uhr am Haus Seebend, Hauptstr. 123 in Höfen.
 

 

Vincent-Weber-Platz
Der bisher namenlose Platz vor dem Nebeneingang zur Aukirche wurde in diesem Jahr, entsprechend eines Ratsbeschlusses, zum Vincent-Weber-Platz benannt. Da sich das Geburtshaus des 1900 geborenen Künstlers gegenüber diesem Platz befindet, ist somit ein direkter Bezug hergestellt. Einzelheiten zu Vincent Weber sind im Jahrbuch 2006 ausführlich beschrieben.

Die Initiative zur Namensgebung ging, mit Unterstützung des Geschichtsvereins von unserem Mitglied Werner Kremer aus.

 

Neuerscheinung Nr. 11 aus der Reihe:
Beiträge zur Geschichte des Monschauer Landes, herausgegeben vom Geschichtsverein des Monschauer Landes e.V. und des Kunst- und Kulturzentrums der Städteregion Aachen.

Monschau 1765/66 in Zeichnungen des Artillerie-Hauptmanns Johannes Michael Joseph Laub

 - Pressebericht - Pressebericht JPG-Bild ----- Bild 2

Autoren: Hans Gerd Lauscher und Dr. Toni Offermann
Preis: 15,00 € - und 2,50 € Versandkosten
Mitglieder des Geschichtsvereins Monschau zahlen - 12,00 €.
Inhaltsverzeichnis siehe
Büchermarkt

 

 


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