Bickerath

 

Bickerath (Erstbezeugung a. 1334 de [B]ickenraet; die Quelle überliefert den Schreibfehler Dickenraet)

Der Weiler als neuzeitlicher Ortsteil von Simmerath, an der Straßenverbindung über Paustenbach nach Lammersdorf an der Talsenke zur Kall gelegen, ist im Feldgeleit am Rande des Hohen Venns als eigenständige Siedlung entstanden und spiegelt so den ungeregelten hochmittelalterlichen Siedlungsprozess im Monschauer Land (vgl. ausführlich bei Schmidt). Wie eine Reihe anderer Siedlungsplätze (z.B. Alzen zu Höfen, Lauscheid zu Mützenich, Lutterbach zu Konzen, Hechelscheid zu Steckenborn usw.) ist die Siedlung bald als Ortsteil von Simmerath wahrgenommen worden.

Der Name mit dem gleichen Grundwort -rath wie beim Hauptort enthält im Bestimmungswort die Kurzform eines ursprünglich zweigliedrigen germanischen Personennamens vom Typ Bikko / Biggo (vgl. Fritz zu Friedrich, Kurt zu Konrad o.ä.). Darauf verweist noch das in den älteren Belegen enthaltene -n der schwachen Substantivflexion (Bicken-).

Weiteres und Literatur: s. Simmerath

 

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