Mestrenger Mühle




Ansicht der Mestrenger Mühle nach einer Aufnahme aus den 1970er Jahren.

Die im Tal der Kall zwischen den Ortschaften Schmidt, Vossenack und Simonskall gelegene ehemalige Mahlmühle wird heute als Restaurant geführt. Die Anfänge gehen aufgrund einer Nachricht aus der Rentmeisterrechnung in das Jahr 1706 zurück.
 

Mestrenger Mühle

Gasthaus und ehemalige Mühle an der Stelle, wo der Weg von Vossenack nach Kommerscheidt und Schmidt das Kalltal quert.

Ein Maueranker an den Gebäuden weist die Jahreszahl 1663 auf, ein Mühlenbetrieb ist aber erst seit 1705 als Ölmühle konzessioniert. Es folgte schon 1706 die Konzessionierung zur Mahlmühle als "Beimühle" der zuständigen Bannmühle, die weiter kallaufwärts bei Lammersdorf lag. Als Beimühle war die Mestrenger Mühle zuständig für die umliegenden Dörfer Vossenack, Schmidt, Kommerscheidt und Harscheidt, um die langen Mühlenfahrten zu verkürzen. Der Betreiber hatte dafür zur Zeit des Mühlenzwangs (bis zur französischen Zeit 1794) die zuständige Bannmühle an der Kall abzufinden.

Mit dem aufblühenden Tourismus betrieben die Inhaber seit den 30er Jahren Gaststätte und Pension.

In der gescheiterten amerikanischen Novemberoffensive 1944 von Vossenack nach Kommerscheidt und Schmidt war der Platz schwer umkämpft.

Weiteres: s. Vossenack, Simonskall

Literatur:

H. Steinröx: Höfe - Mühlen - Schiefersteine. Aufsätze zur Geschichte des Monschauer Landes, Monschau : Geschichtsverein des Monschauer Landes 1994; H. Tichelbäcker: Vossenack. Marschallhof und Dorf im Land Monschau, Hürtgenwald : Geschichtsverein Hürtgenwald e.V. 1992

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