Ruitzhof

 

Ruitzhof (Erstbezeugung a. 1501)

Ortsteil von Kalterherberg auf einer weiter zum Pannensterzkopf (Bovel) ansteigenden Erhebung (Geisberg), die vom Klüserbach im Westen, Schwarzbach im Süden und der Rur im Osten begrenzt wird.
Als bei der Grenzfestlegung Ruitzhofnach dem 1. Weltkrieg (1921) die Vennbahn mitsamt Bahnkörper an Belgien fiel, wurde Ruitzhof zu einer deutschen Enklave im belgischen Staatsgebiet.

Die stark variierenden Namenschreibungen durch die Zeit lassen kaum eine sichere Deutung zu; am ehesten scheint der Name in die Wortfamilie zum Verb roden zu gehören.




Die Siedlung ist aus einem Hof des Klosters Reichenstein hervorgegangen (als Säkularisationsgut 1805 verkauft), der bis 1819 von Pächtern bewirtschaftet wurde, danach im Privatbesitz. Die Hofgründung steht, zusammen mit dem Hof Bredtbaum in Klosternähe, möglicherweise im Zusammenhang mit der Neueinrichtung Reichensteins als Männerkonvent, nachdem der Frauenkonvent 1484 aufgelöst worden war.

Weiteres: s. Reichenstein

Literatur:

H. Steinröx: Höfe - Mühlen - Schiefersteine. Aufsätze zur Geschichte des Monschauer Landes, Monschau : Geschichtsverein des Monschauer Landes 1994

 

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